Venty vs. Volcano Hybrid: Tragbarer oder Tisch-Vaporizer?

Nimm den Venty, wenn du einen Vaporizer zum Mitnehmen möchtest: Er wiegt etwa 252 g, heizt in rund 20 Sekunden auf, läuft mit eigenen Akkus und hat ein einstellbares Luftstrom-Rad. Nimm den Volcano Hybrid, wenn du ihn hauptsächlich zu Hause nutzt: Er wird an die Steckdose angeschlossen, füllt abnehmbare Ballons oder leitet Dampf durch einen Schlauch zur Direktinhalation und deckt einen Temperaturbereich von 40 °C bis 230 °C ab. Beide stammen von Storz & Bickel, nutzen Hybridheizung und verbinden sich mit derselben Web App. Die eigentliche Frage ist also, wie und wo du ihn nutzt, nicht, welcher der bessere ist.

Dieser Vergleich stellt die beiden Geräte direkt gegenüber. Wenn du den Volcano Hybrid mit einem Arizer vergleichst, lies unseren Testbericht Solo 3 vs. Volcano Hybrid, und wenn du zwischen den beiden Volcano-Modellen wählen möchtest, lies Volcano Hybrid vs. Volcano Classic. Alle Ratgeber zu Storz & Bickel findest du in der Blogübersicht.

Storz and Bickel Venty – tragbarer Vaporizer

1. Direktvergleich

Venty Volcano Hybrid
Typ Tragbar, Akkubetrieb Tischgerät, Netzbetrieb
Heizung Hybrid-Miniheizelement Hybrid, Doppelhelix-Wärmetauscher
Aufheizzeit Etwa 20 Sekunden Bis zu etwa zwei Minuten
Temperaturbereich 40 °C bis 210 °C (104 °F bis 410 °F) 40 °C bis 230 °C (104 °F bis 446 °F)
Inhalation Direkt am Mundstück ziehen Easy-Valve-Ballons oder Schlaucheinheit
Airflow Einstellbares Luftstrom-Rad, bis zu 20 l/min Pumpenbetrieben
Stromversorgung Zwei Lithium-Ionen-Akkus, USB-C Netzkabel
Gewicht Etwa 252 g Etwa 1,8 kg
Größe 15,7 x 5,5 x 3,7 cm Etwa 20 x 18 cm (7,9 x 7,1 Zoll)
Abschaltautomatik 2 Minuten nach der letzten Nutzung Standardmäßig 30 Minuten, einstellbar
App Bluetooth Web App Bluetooth Web App

Die Angaben stammen von den technischen Seiten von Storz & Bickel und aus unseren Produktbeschreibungen. Der Venty ist etwa siebenmal leichter als der Hybrid und passt in eine Hand; der Hybrid hat seinen festen Platz.

2. So laufen die Sessions ab

Das ist der größte Unterschied. Beim Venty nimmst du das Gerät in die Hand, wartest ein paar Sekunden, bis es aufgeheizt ist, und ziehst direkt durch die integrierte Kühleinheit. Eine Session startet bei Bedarf und endet, wann du willst. Beim Volcano Hybrid heizt du das Gerät zuerst auf und befüllst eine Füllkammer, dann füllst du einen Ballon mit Dampf. Das ist ein kurzes Ritual, das zu einer entspannten Session im Sitzen oder zu einer gemeinsamen passt: Du kannst den Ballon abnehmen und herumreichen. Wenn du zu Hause lieber direkt ziehst, ermöglicht die Schlaucheinheit des Hybrid eine kontinuierliche Direktinhalation ohne Ballon; du brauchst aber weiterhin eine Steckdose und einen Schreibtisch. In unserer Anleitung zur Nutzung des Volcano Hybrid siehst du den ganzen Ablauf.

Der Venty passt besser, wenn du deinen Vaporizer mitnimmst oder kurze, häufige Sessions ohne Vorbereitung magst. Der Hybrid eignet sich für gemächlichere, geplante Sessions, besonders mit mehreren Personen.

3. Heizung und Temperatur

Der Venty ist mit deutlichem Abstand der schnellere der beiden: etwa 20 Sekunden gegenüber bis zu zwei Minuten. Beide sind Hybridsysteme, die heiße Luft mit etwas Konduktion kombinieren. Der Hybrid erreicht höhere Temperaturen (230 °C gegenüber 210 °C) und lässt dich die Temperatur über sein Display in 1-°C-Schritten einstellen. Der Venty bietet ebenfalls eine präzise digitale Steuerung, dazu Boost- und Superboost-Presets, die die Temperatur bei einem Doppelklick um 15 °C erhöhen. Storz & Bickel rät, bei beiden Geräten abzuwarten, bis die eingestellte Temperatur erreicht ist, bevor du startest, und weist darauf hin, dass die tatsächliche Temperatur des eingeatmeten Dampfs von der Menge des Materials, der Einstellung und deinem Zug abhängt. Wenn du die Temperatur auf den Geschmack abstimmen möchtest, hilft dir unser Ratgeber die richtige Temperatur finden.

Storz and Bickel Volcano Hybrid – Tisch-Vaporizer

4. Stromversorgung und Mobilität

Der Venty läuft mit zwei Lithium-Ionen-Akkus und lädt über USB-C. Mit dem offiziellen SuperCharger erreicht er in rund 40 Minuten etwa 80 %. Die Nutzung während des Ladens (Pass-Through) wird nicht unterstützt. Ein ECO-Lademodus, den du in der Web App einstellst, drosselt das Laden, um die Akkus zu schonen. Der Hybrid hat gar keinen Akku, wird also nie leer, funktioniert aber nur in der Nähe einer Steckdose. Wenn du unterwegs bist oder zwischen Räumen wechselst, gewinnt der Venty. Wenn dein Vaporizer auf dem Schreibtisch steht, ist das Kabel kein Problem, und ans Laden denkst du nie.

5. Web App und Firmware

Beide Geräte verbinden sich per Bluetooth mit der Storz & Bickel Web App, die in einem unterstützten Browser läuft (Chrome auf Mac, Windows und Android, Edge unter Windows, Bluefy auf dem iPhone). Storz & Bickel führt Firmware-Updates nur für den Volcano Hybrid und den Venty auf, daher lassen sich beide auf dem aktuellen Stand halten. In der App kannst du Temperaturen und Displayhelligkeit ändern, und beim Venty kannst du zusätzlich das ECO-Laden einschalten. Die App ist bei beiden optional.

6. Zubehör und Pflege

Die beiden Geräte nutzen unterschiedliche Verbrauchsteile. Der Venty verwendet Siebe, Glaskapseln, Mundstücke und Bubbler, aufgelistet in unserer Kollektion Venty Zubehör und Ersatzteile; welches Zubehör sich für den Einstieg eignet, erklärt unser Ratgeber zum Venty-Starter-Set. Der Hybrid verwendet Ballons, Siebe, den Schlauch und Wasserzubehör, aufgelistet in der Kollektion Volcano-Zubehör & Ersatzteile. Unser einfacher Glas-Wasser-Bubbler passt an den Volcano Hybrid und den Classic und sitzt zwischen Füllkammer und Ballon oder Schlauch. Unser Ratgeber zu Volcano-Ersatzteilen erklärt Ballons und Siebe im Detail. Ballons und Schläuche sollten laut Handbuch des Hybrid aus hygienischen Gründen etwa alle zwei Wochen ersetzt werden, während beim Venty die Kühleinheit und die Siebe regelmäßig gereinigt werden müssen.

7. Preis-Leistungs-Verhältnis und Langlebigkeit

Der Venty kostet weniger als der Volcano Hybrid, ist aber das Gerät mit Akku, und Akkus altern. Storz & Bickel sagt, dass jeder Akku nach Hunderten von Ladezyklen an Leistung verliert, und die Zellen des Venty werden vom Kundendienst ausgetauscht, nicht zu Hause. Der Hybrid hat keinen Akku, der verschleißen kann, daher bestehen seine langfristigen Betriebskosten hauptsächlich aus Verbrauchsteilen: Ballons, Schläuchen und Sieben. Beide Geräte sind seit Langem im Einsatz, beide werden in Deutschland gefertigt, und beide erhalten Firmware-Updates über die Web App. Denk lieber an die Kosten pro Nutzung als an das Preisschild: Ein Gerät, das du täglich zu Hause benutzt, lohnt sich in jedem Fall.

8. Kurze Antworten

Kann ich den Venty den ganzen Tag am Schreibtisch nutzen? Ja, aber er unterstützt keine Nutzung während des Ladens (Pass-Through), du musst ihn also zwischen den Sessions aufladen.

Kann der Volcano Hybrid überallhin mit? Nicht wirklich. Er braucht Netzstrom und eine ebene, stabile Fläche, und Ballon und Kammer sind nicht für die Hosentasche gemacht.

Welcher ist besser für den Geschmack? Beide nutzen Hybridheizung und kühlen den Dampf, bevor er dich erreicht, beim Venty geschieht das über die Kühleinheit und beim Volcano über den Ballon. Der Geschmack hängt mehr von Temperatur, Füllung und sauberen Sieben ab als vom Gerät, entscheide also danach, wie du das Gerät nutzen willst.

9. Welchen solltest du kaufen?

Kauf den Venty, wenn:

  • du deinen Vaporizer mitnehmen oder in mehreren Räumen nutzen möchtest.
  • dir nahezu sofortiges Aufheizen und ein einstellbares Luftstrom-Rad wichtig sind.
  • du kurze Sessions ohne Vorbereitung bevorzugst.

Kauf den Volcano Hybrid, wenn:

  • du ihn meistens an einem festen Platz zu Hause nutzt.
  • dir das Ballon-Ritual gefällt oder du Sessions gern teilst.
  • du die Schlaucheinheit und die höhere Maximaltemperatur möchtest.

Manche haben am Ende beide: einen Hybrid für zu Hause und ein tragbares Gerät für unterwegs. Wenn du stattdessen zwischen tragbaren Geräten wählst, lies als Nächstes unseren Vergleich Mighty+ vs Venty.

Fazit

Der Venty und der Volcano Hybrid sind zwei gute Antworten auf unterschiedliche Fragen. Der eine ist ein schneller, einstellbarer Vaporizer, den du überallhin mitnehmen kannst. Der andere ist ein Tischgerät mit Netzanschluss, das auf Ballons, einen Schlauch und eine gemächlichere, geselligere Session ausgelegt ist. Entscheide, wo und wie du ihn nutzen wirst, dann wird die Wahl klar. Egal, wofür du dich entscheidest, starte mit der passenden Zubehör-Kollektion: Venty-Zubehör oder Volcano-Zubehör.

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